Rojava bleibt! – Aufruf der Klimagerechtigkeitsbewegung

Unser Protest für Klimagerechtigkeit ist ein Protest für Menschenrechte und eine solidarische Weltgemeinschaft, gegen Militarismus und Krieg. Die Klimabewegung steht solidarisch mit den Menschen in Rojava.

Der Angriffskrieg der Türkei richtet sich gegen die demokratische Autonomie, die sich in Rojava seit 2012 entwickelt. Umgeben von Diktaturen und Bürgerkrieg leben hier unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und religiöse Minderheiten friedlich zusammen und streben nach einer besseren Gesellschaft: basisdemokratisch, feministisch, emanzipatorisch und klimagerecht. Mit “Make Rojava Green Again” geht die lokale Klima- und Umweltbewegung dort neue Wege und löst sich von fossilen Brennstoffen. Die Zukunft, für die wir global streiten, wird in Rojava versucht aufzubauen.Die Revolution zeigt uns, dass ein ökologischer Wandel mit Frauenbefreiung und dem Kampf gegen Machtverhältnisse allgemein verbunden sein muss.

Im krassen Gegensatz dazu steht die Invasion des türkischen Militärs. Menschen werden ermordet und der sog. Islamischen Staat wird gestärkt. Die Bombardierung von Infrastruktur und Wasserversorgung verursacht bewusst die Vertreibung der Bevölkerung. Das Ziel: ethnische Säuberung. Phosphor-Bomben führen zu schweren Verbrennungen und vergiften die Umwelt. Natur wird zerstört und eine ganze Region weiter destabilisiert. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie das türkische Militär mit deutschen Waffen in Rojava einfällt! Dieser Angriffskrieg muss sofort beendet werden.

Deshalb demonstrieren wir diesen Samstag, am 2.11.2019, gemeinsam als Klimabewegung und Anti-Kriegsbewegung gegen das Unrecht und Leid, das die türkische Regierung verursacht. Globale Solidarität ist unsere Antwort auf den Terror. Rojava wird bleiben. Wir stehen Seite an Seite!

2.11.2019, 12 Uhr, Berlin, Alexanderplatz, Neptunbrunnen

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